Historie
-1325-
Boltenhagen wird als „Longa Indago“ (Langhagen) urkundlich erwähnt.
-1803-
Graf Bothmer und seine Familie aus Klütz nehmen von einem Badekarren aus das erste Bad in der Ostsee.
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- Um 1810 -
Es kommen die ersten Badegäste nach Boltenhagen. Einige der einheimischen Bauern ziehen in den Sommermonaten in ihre Ställe oder Scheunen und vermieten ihr Wohnheim an Gäste.
- 1830 -
Pastor Meyer aus Wismar besucht erstmals Boltenhagen. Folglich kommt er in den nächsten 50 Jahren in jedem Sommer in das Dorf und hat erheblichen Anteil am Aufschwung Boltenhagens als Badeort.
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- Ab 1845 -
Aus dem Hotel „Baltique“ wird das „Großherzog von Mecklenburg“ mit Blumengärten, Labyrinthe und Boulevards.
- Um 1850 -
verzeichnen die zehn Bauern und zwei Hotels in Boltenhagen jährlich 600 Gäste. Entlang der heutigen Mittelpromenade entstehen nach und nach weitere Pensionen.
- 1855 -
Fritz Reuter begleitet seine Frau zur Kur nach Boltenhagen. Mehrere Aufenthalte folgen.
- 1868 -
Boltenhagen erhält die erste selbstständige Gemeindeverwaltung.
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- 1872 -
Die verheerende Sturmflut an der südlichen Ostseeküste zerstört viele Gebäude. Ein Hochwasserstein an der Kapelle (erbaut 1872) erinnert an die Katastrophe und zeigt den Wasserstand der Flut an.
- 1911 -
Bau der 300 Meter lange Seebrücke.
- 5. Juli 1929 -
Boltenhagen erhält den Titel „Ostseebad“. Die jährlich 5.000 bis 6.000 Gäste werden von 70 Vermietern des Ortes beherbergt.
- 1935 -
Die Wehrmacht baut die Erprobungsstelle Tarnewitz für Flugzeug- und Raketenbewaffnung. Zu sehen sind noch heute die einstigen Ziele: große aus der See ragende Betonklötze.
- 1941 -
Die Seebrücke fällt den Eismassen des Winters 1941 zum Opfer.
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- 1943-1945 -
Mit dem Zweiten Weltkrieg bricht der Badeverkehr zusammen. Die Gästequartiere sind mit Evakuierten und Flüchtlingen belegt.
- 1947/48 -
Mit dem Haus „Augusta“ steht das erste FDGB-Ferienheim der späteren DDR an der Ostseeküste. Das Blindenkurheim Boltenhagen und das evangelische Kinderkurheim werden eröffnet.
- 8. Juli 1976 -
Boltenhagen wird „Staatlich anerkannter Erholungsort“.
- Nach 1990 -
Es entstehen viele Tausend Gästebetten in Hotels, Pensionen und Ferienhäusern sowie zahlreiche Restaurants und Cafés. Die historische Bäderarchitektur wird liebevoll restauriert.
- 1992 -
Die neue Seebrücke ragt 290 Meter weit hinaus auf die Ostsee. Am Boltenhägener Strand weht erstmals (seitdem jährlich) die „Blaue Flagge“, eine Auszeichnung für gute Wasserqualität und einen hohen Standard bei Sicherheit und Ordnung.
- 20. März 1998 -
Boltenhagen erhält den Titel „Staatlich anerkanntes Seeheilbad“.
- 2008 -
Eröffnung des Yachthafens Boltenhagen im Ortsteil Tarnewitz/Weiße Wiek.
- 2021 -
Eröffnung der neuen Dünenpromenade.